Welche Restaurantdaten sind relevant?
Für die erste Einschätzung werden meist warme Essen pro Tag, Betriebszeit und Schmutzwassermenge je Mahlzeit verwendet. Für eine genauere Betrachtung sollten die vorhandenen Geräte und Anschlüsse eingetragen werden: Spülbecken, Vorspülbrausen, Spülmaschinen, Auslaufventile, Kochkessel und sonstige fetthaltige Abläufe.
- warme Essen pro Tag
- Betriebszeiten und Stoßzeiten
- Spülbecken und Spülmaschine
- Kochgeräte mit Abwasseranfall
- Reinigungsmittel und Zulauftemperatur
- geplante Einbauart und Aufstellort
Warum Restaurants häufig falsch eingeschätzt werden
Viele Anfragen beginnen mit der Frage nach der Gästezahl. Für die Abscheiderauslegung ist aber wichtiger, wie viel fetthaltiges Abwasser tatsächlich entsteht. Ein kleines Restaurant mit intensiver Produktion kann eine höhere Belastung erzeugen als ein größerer Betrieb mit geringer Speisenzubereitung.
Bestand: Was zusätzlich geprüft werden muss
Bei bestehenden Restaurants sind bauliche Randbedingungen oft der Engpass. Kelleraufstellung unterhalb der Rückstauebene kann eine Hebeanlage erforderlich machen. Außerdem müssen Probenahme, Lüftungsführung, Zulauftiefe und Entsorgungszugang geklärt werden.
- Rückstauebene und Hebeanlage
- freie Be- und Entlüftung
- Probenahmestelle vor Vermischung
- Platz für Wartung und Entsorgung
- Abstimmung mit Vermieter oder Behörde
Welche Berechnungsvariante ist geeignet?
Wenn nur Betriebsdaten bekannt sind, ist die Schnellberechnung der passende Einstieg. Liegt eine Küchenplanung vor, ist die detaillierte Berechnung nach Entwässerungsgegenständen sinnvoller. Bei Bestandsbetrieben mit bekannten Verbrauchsdaten kann zusätzlich die Wasserverbrauchsvariante genutzt werden.